Werke

4x5 auf 25

2019

Installation, Graphik auf Transparentpapier

 

Das Werk 4x5 auf 25 stellt die Wiederholung, das Serielle in den Fokus. Die Zeichnung auf der installativ arrangierten Transparentpapierrolle Texturen dessen Wiederholung allerdings auch infrage gestellt werden muss. Kann eine händische Zeichnung exakte Wiederholung gewährleisten? Ist die Transparenz des Materials hinderlich für die Wiederholung identischer Texturen? Ist Exaktheit relevant für das Wiederholen an sich? Was genau wurde gezeichnet und inwiefern zeigen die einzelnen Texturen in sich Wiederholungen? Das Serielle und das Wiederholen werden durch diese Arbeit auf ästhetische Weise infrage gestellt. 

weg

2019

Gipsobjekt

 

Die frei im Raum arrangierten Wandobjekte der Serie weg zeigen in Harz eingegossene tote Insekten die von einer detailliert ausgearbeiteten Hand, bestehend aus eingefärbtem Gips, umschlossen sind. Das Insektensterben, die Relevanz des Menschen und dessen Tragik werden auf künstlerische Weise in diesen Objekten verbunden. Die Objekte strahlen sowohl eine zarte Ästhetik als auch eine Form der stillen Dramatik aus – angeregtes Untersuchen steht dem andächtigen Innehalten gegenüber. 

Memos a.m.s.

2019

Graphik, Transparentpapier

 

Die Serie Memos a.m.s. beschäftigt sich mit verschiedenen Formen von Erinnerungen: Der Geruch, der an den Garten der Großtante erinnert; Die Situation, über die so oft gelacht wurde, dass man dabei gewesen zu sein glaubt; Erinnerungen, die man vielleicht lieber löschen würde. Wie Erlebnisse zu Erinnerungen werden und wie die Erinnerungen in uns überdauern, wird durch zarte Überlagerungen von Zeichnungen deutlich. 

Hohlköpfe.

2019

Installation Gips Mixed Media

 

Die Serie Hohlköpfe zeigt zwanzig, vermeintlich identische Gipsköpfe. Die künstlerische Technik des Gießens dient der Reproduktion vollkommen identischer Objekte. Der Betrachter wird in dieser Serie jedoch angeregt aufgrund der inneren Ästhetik der Hohlköpfe die äußere Gleichheit infrage zu stellen und auf die Suche nach den äußeren Unterschieden zu gehen. 

Spitzbergen

2018

Radierung, Glasobjekt

 

Die Serie Spitzbergen beschäftigt mit einer menschengemachten Absurdität die sich im norwegischen Spitzbergen zeigt. Wissenschaftler und Politiker haben einen Ort errichtet in dem Pflanzensamen tiefgefroren sind, von denen man ausgehen muss, dass sie in den kommenden Jahren aussterben werden. Die Künstlerin Maike Dähn hat kleine Konservierungsmöglichkeiten für Pflanzensamen geschaffen und sie mit Druckgrafiken, die diesen absurden Ort zeigen verbunden.

was bleibt.

2018

Installation bestehend aus 9 Objekten

 

Der Begriff Anthropozän wurde durch den Atmosphärenchemiker und Nobelpreisträger Paul Crutzen geprägt. Laut ihm soll er ein neues Erdzeitalter benennen, dessen Charakterisierung darin liege, dass der Mensch zu einer geologischen Kraft geworden sei. Die Arbeit von Maike Dähn ist ist ein Querschnitt, eine Stichprobe, eine Momentaufnahme von der Welt, wie sie der Mensch bereits geformt hat. Das Anthropozän betrifft den Lebensraum der Menschen und gleichzeitig sind wir Menschen die Ursache für die Entwicklung des Anthropozäns. Zum Verständnis dieser Konfliktkultur hat die Künstlerin eine interdisziplinäre Installation aus 9 Objekten unterschiedlicher Materialität geschaffen. Das Werk ‚was bleibt.‘ ist keinesfalls belehrend zu verstehen. Es hebt nicht den moralischen Zeigefinger, sondern ist eine reine Bestandsaufnahme neun exemplarischer Ursachen des Anthropozän sowie der Emotionen, Erkenntnisse und Lehren, die aus der Betrachtung des Werkes mitgenommen werden.

Teekultur

2018

Installation

Holz, Japanpapier, Fliesen, Keramik, Glas

 

 

In der gleichzeitig humorvollen wie auch kritischen Installation Teekultur wird kulturelle Naivität in konkrete Naivität umgesetzt. Gängige Teeverpackungen dienen als Ausgangspunkt für diese Erarbeitung. Es werden analog zur Marketingstrategie von Teekanne und Meßmer suggestiv Merkmale ersetzt die jedoch im ersten Moment genau auf die vom kulturell naiven Marketing genutzten Klischees verweisen, diese jedoch durch ebendiese suggestiven Veränderungen irritiert. 

'F44.4 Dissoziative Bewegungsstörungen'

'H93.1 Tinnitus aurium'

'F45.40 Anhaltende somatoforme Schmerzstörung'

'L20 Atopische endogene Dermatitis'

 

2017

 

 

Das übergreifende Thema aller vier Arbeiten ist die Beschäftigung mit Krankheitsbildern der Psyche und des Somas. Sie zeigen Gegenüberstellungen von individuellen Erfahrungen der Patienten und den medizinischen Symptombeschreibungen.  In dieser Installation werden die formalen Aspekte wissenschaftlicher Lehrtafeln dem subjektiven Zugang der Symptomatik gegenübergestellt. Es entsteht eine Synthese von wissenschaftlicher und künstlerische Analyse.

Zirbeldrüse
12 teilige Radierungen 

Radierung, Offset-Druck, Prägedruck 

 

In dieser Serie aus Radierungen werden zwölf Theorien zur Leib-Seele-Problematik thematisiert. Von Platon über René Descartes bis hin zu Wolf Singer werden relevante Theorien der Philosophie, der Psychoanalyse sowie der Neurobiologie zu diesem Thema künstlerisch interpretiert. Feine Linien deuten einen Frauenkörper an und damit den Leib, wohingegen das Immaterielle, welches in vielen Theorien als Seele beschrieben wird, als Loch in der Druckplatte und somit als weißer Bereich gezeigt wird. Lila Nissl-gefärbte Hirnstrukturen zeigen konkrete Hirnareale, die in diversen Theorien relevant sind. Diese Arbeit ist eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Leib-Seele-Problematik und interpretiert sie durch formale künstlerische Kriterien zu einer eigenen ästhetischen Lesbarkeit. 

Referenzkörper

2016

Skulptur und Hochdrucke

Metall (Karosserie), Nesselstoff, Offset-Farbe, Holz

 

In der Arbeit Referenzkörper geht es um ein Wechselspiel zwischen Körper- und Geist-Betrachtungen, etwas genauer gesagt zwischen anatomischen und psychischen Aspekten. Ausgangspunkt für eine allgemeingültige Auseinandersetzung mit dem Thema Körper und Geist gilt der Körper der Künstlerin Maike Dähn. Das Metall der Skulptur und das Motiv der Drucke sind Karosserie-Elemente des alten Seat Marbellas der Künstlerin, aufgrund vielerlei Erinnerungen und Geschehnissen ist dies stellvertretend für die Psyche. Ausgehend von ihren Körpermaßen werden Druckstreifen und Metallstreifen erstellt, die Anatomie. 

to inner

2015 

Installation

 

Endschalldämpfer, Aquarelle

 

In dieser Arbeit geht es vorallem um Farbe und das Entdecken. Durch die Aquarelle werden die Blicke fokussiert und die Betrachtungen gelenkt. Der Endschalldämpfer kann als malerisches Element mit wunderschöner Farbigkeit gesehen werden, die von leuchtendem Orange über dunkles Violett bishin zu tiefem Schwarz geht. Auch die feinen zerbrechlichen Strukturen sind sowohl zeichnerisch, als auch in der von Korrosion zerfressenen Hülle des Auspuffs relevant.

 

 

Kriemhild

2014 

Radierung auf Büttenpapier

 

In der sechsteiligen Serie 'Kriemhild' werden sechs Lebenspunkte der Nibelungenfigur Kriemhild grafisch dargestellt. Ausgehend von dem Theaterstück 'Die Nibelungen' des Bochumer Schauspielhauses von 2014 sind ist diese Arbeit konzipiert worden, sodass diese Radierungen entstanden sind. Von der Kinderheit Kriemhilds mit ihren drei Brüdern, über die junge Liebe zu Siegfried, bishin zu Siegfriedstod und der darauffolgenden Einsamkeit Kriemhilds, über ihre Flucht bis zur großen Schlacht von Etzel und König Gunther. 

o.T.

2016

Hochdruck, Karosserie (Motorhaube, Heckklappe, Dach)

 

Die dreiteilige Druckserie zeigt neben der Darstellung von Karosserieelementen, malerische Strukturen die durch die gedruckten Bewegungen der Künstlerin entstanden sind. In dem hier verwendeten Hochdruckverfahren sind alle Übertragungen manuell, sodass die Stärke des Drucks von der Kraft der Künstlerin abhängig ist und zu unterschiedlichen Strukturen auf den drei Arbeiten führt.

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© Maike Dähn